Antarktis und Arktis

 
Reisebeschreibung:
Antarktis Südgeorgien Reise


Das Königreich der Pinguine

Etwa 2.000 km östlich von Südamerika und 1.500 km von der antarktischen Halbinsel entfernt liegt Südgeorgien. Sowohl Eis und Schnee wie auch grüne Felslandschaft prägen das Bild. Die Insel liegt etwas nördlich der antarktischen Konvergenz und ist somit geografisch eine subantarktische Insel. Schon auf der Überfahrt können Zwerg-, Finn- und Buckelwale beim Fressen gesichtet werden.
Bei Temperaturen zwischen -2°C und 7°C mit mittleren bis starken Winden sind Flechten und Moose die meist verbreiteten Pflanzen auf der Insel. Sie überziehen besonders die niedrigeren Hänge mit grün und braun. Dazwischen mischen sich einige Gräser, grasartige Pflanzen und Farnarten.
Südgeorgien ist ein HotSpot der Tierwelt im Südpolarmeer: die riesigen Kolonien von Pinguinen, Pelzrobben und See-Elefanten verschlagen jedem Besucher den Atem. Ganze Meere von Königs-, Esels- und Goldschopfpinguinen füllen riesige Abschnitte der Insel. An manchen Stellen stehen bis zu 100.000 Pinguine dicht gedrängt auf weiten Ebenen! Diese Kolonien beobachten zu dürfen mit den ausgewachsenen majestätischen Königspinguinen, ihren flauschig braun gefiederten Jungen und die unter dem Fell leicht hervorlugenden Eier, ist ein einzigartiges Erlebnis, wie es nur wenigen Menschen überhaupt vergönnt sein wird. Königspinguine brüten das ganze Jahr hindurch zu unterschiedlichen Zeiten. Daher kann man im Oktober und November sowohl Eier als auch Küken sehen.

Albatrosse – die Giganten der Lüfte

Doch auch die Brutkolonien der Albatrosse bieten einen faszinierenden Anblick. Kaum zu glauben, dass der Wanderalbatross mit seiner gigantischen Flügelspannweite der engste Verwandte der Pinguine ist!
Sie erreichen eine Flügelspanne von 324 cm und sind damit die größten Flügel der marinen Vogelwelt. Bis zu 1.500 Brutpaare brüten auf Südgeorgien. Dies sind ca. 10 % der Gesamtpopulation.

Beobachten Sie die Vögel, wie sie von den Klippen herab ihre Flugkunststücke vorführen. Sie sind begnadete Segelflieger und können von hier aus mit dem Wind um den gesamten Erdball segeln!
Durch den 13monatigen Brutzyklus sind Wanderalbatrosse das ganze Jahr über auf Südgeorgien zu sehen. Weitere hier vorkommende Albatrossarten sind die Graukopf-, Ruß- und Schwarzbrauenalbatrosse.

Walfang auf Südgeorgien

James Cook nahm die Insel für die englische Krone 1775 in Besitz und benannte sie nach dem englischen König Georg III., dem späteren König von Hannover. Damit begann eine grausame Zeit des Walfangs und Robbenschlachtens in Südgeorgien. Die Tierbestände wurden auf bedrohliche Bestände ohne Rücksicht dezimiert. Allein von 1904 bis 1917 wurden 175.250 Wale erlegt. Durch geringe verbleibende Tierbestände und damit karge Erträge wurden die Walfangstationen nach dem zweiten Weltkrieg eine nach der anderen aufgegeben. Die verlassenen Walfangstationen auf der Nordostseite der Insel sind inzwischen von Pinguinen, See-Elefanten und Seevögeln übernommen worden. Sie besichtigen in Grytviken eine alte Geistersiedlung und bekommen ausführliche Erläuterungen zur Historie des Ortes.

Shackleton – der Held der Antarktis

Auf dem Friedhof von Grytviken besuchen Sie das Grab von Sir Ernest Shackelton, dem heldenhaften Antarktis-Entdecker. Fast wäre er 1907 der erste am Südpol gewesen: nur noch 180 km trennten ihn von den ruhmreichen Ehren, als Südpol-Entdecker in die Geschichte einzugehen. Doch er musste wegen Mangel an Lebensmitteln wieder umkehren. Er kehrte 1914 zurück mit dem Ziel, als Erster den antarktischen Kontinent zu durchqueren. Dabei blieb die „Endurance“ im Eis der Weddelsee stecken und driftete monatelang gen Norden, bis die Mannschaft endlich auf einer Scholle treibend freikam. Sie landeten auf Elephant Island und Shackleton brach mit fünf Männern auf zum 1.300 km entfernten Südgeorgien und organisierte von dort eine Rettungsexpedition. Ganze 128 Tage nach seinem Aufbruch von Elephant Island konnten alle 22 Männer gerettet werden! Dies ist wahrlich eine heldenhafte Tat gewesen! Bei seiner letzten Antarktis-Expedition starb Shackelton auf Südgeorgien. Sie werden die Möglichkeit haben an seinem Grab seiner Heldentat zu gedenken.

Königspinguine

Er ist wahrlich der König unter den Pinguinen. Sein orange-roter Hals lässt ihn sehr edel aussehen. Sie werden bis zu 80 cm groß und überragen damit fast alle anderen Pinguinarten. Nur der Kaiserpinguin wird noch größer. Königspinguine brüten auf 11 verschiedenen Inseln rings um die Antarktis, nicht aber auf dem antarktischen Kontinent selbst.
Das Brutgeschäft beginnt Anfang November und dauert 54 Tage. Die Küken schlüpfen somit im Januar. Die teddybärähnlichen Jungtiere sehen zu putzig aus. Sie werden von ihren Eltern bis zum Mai gefüttert. Sobald der Winter eingesetzt hat, verlassen die Eltern ihre Küken, um den Fischschwärmen zu folgen. Die dunkelbraunen Küken trotzen monatelang eisigen Schneestürmen und leben von ihren Fettreserven. Sie hungern und frieren und viele von ihnen sterben an Schwäche. Wenn die Eltern im Frühling zurückkehren, bestehen sie nur noch aus Haut und Knochen. Ein unglaubliches Schicksal. Wenn sie ein Jahr alt geworden sind, haben Sie ihr Gewicht mehr als verdoppelt und sie können endlich ihren eigenen Fisch fangen.
Im antarktischen Sommer ist von diesen extremen Lebensbedingungen nicht viel zu spüren.
Es gibt kaum einen anderen Anblick bei den Pinguinen, der aufsehenerregender ist als dieser dichte Teppich aus Königspinguinküken und ihren Eltern. Hier lassen sich fantastische Aufnahmen machen und sie kommen bis auf wenige Zentimeter an die possierlichen Jungtiere heran. Doch Anfassen ist Tabu – auch wenn das wuschelweiche “Fell” förmlich dazu einlädt!

 

Südgeorgien

Etwa 2.000 km östlich von Südamerika und 1.500 km von der antarktischen Halbinsel entfernt liegt Südgeorgien. Sowohl Eis und Schnee wie auch grüne Felslandschaft prägen das Bild. Die Insel liegt etwas südlich der antarktischen Konvergenz und ist somit geografisch der Antarktis zuzuordnen.
Bei Temperaturen zwischen -2°C und 7°C mit mittleren bis starken Winden sind Flechten und Moose die meist verbreiteten Pflanzen auf der Insel. Sie überziehen besonders die niedrigeren Hänge mit grün und braun. Dazwischen mischen sich einige Gräser, grasartige Pflanzen und Farnarten.
Südgeorgien ist ein HotSpot der Tierwelt im Südpolarmeer: die riesigen Kolonien von Pinguinen, Pelzrobben und See-Elefanten verschlagen jeden Besucher den Atem. Ganze Meere von Königs-, Esels- und Goldschopfpinguinen füllen riesige Abschnitte der Insel. An manchen Stellen stehen bis zu 100.000 Pinguine dicht gedrängt auf weiten Ebenen! Diese Kolonien beobachten zu dürfen mit den ausgewachsenen majestätischen Königspinguinen, ihren flauschig braun gefiederten Jungen und die unter dem Fell leicht hervorlugenden Eier, ist ein einzigartiges Erlebnis, wie es nur wenigen Menschen überhaupt vergönnt sein wird.
Doch auch die Brutkolonien der Albatrosse bieten einen faszinierenden Anblick. Kaum zu glauben, dass der Wanderalbatroß mit seiner gigantischen Flügelspannweite der engste Verwandte der Pinguine ist! Beobachten Sie die Vögel, wie sie von den Klippen herab ihre Flugkunststücke vorführen, entdecken Sie daneben die Pelzrobbe, die neugierig ihren Kopf aus dem Tussockgras steckt, ein See-Elefant am Strand lässt seinen grunzenden Schrei los und ein Meer von Königspinguinen ignoriert Sie standhaft. Diese Situation erlebt man nicht jeden Tag.
Auch hat Südgeorgien eine faszinierende Geschichte. James Cook nahm die Insel für die englische Krone 1775 in Besitz und benannte sie nach dem englischen König Georg III., späterem König von Hannover. Damit begann eine grausame Zeit des Walfangs und Robbenschlachtens in Südgeorgien. Die Tierbestände wurden auf bedrohliche Bestände ohne Rücksicht dezimiert. Durch geringe verbleibende Tierbestände und damit karge Erträge wurden die Walfangstationen nach dem zweiten Weltkrieg eine nach der anderen aufgegeben. Die verlassenen Walfänger-Siedlungen auf der Nordostseite der Insel sind inzwischen von Pinguinen, See-Elefanten und Seevögeln übernommen worden. Die Sub-Antarktischen Inseln sind wohl die letzten unerschlossenen Regionen unserer Erde. Die Inseln sehen auf den ersten Blick extrem lebensfeindlich aus – und doch explodiert im Süd-Sommer hier das Leben: Milliarden von Fische und Krebstiere ziehen tausende von Robben und Wale an. Schon auf der Überfahrt können Zwerg-, Finn- und Buckelwale beim Fressen gesichtet werden. Und an Land liegen manchmal tausende von Pelzrobben und See-Elefanten so dicht gedrängt, dass ein Landgang nicht möglich ist. Mit den mitgeführten Zodiacs machen Sie Ausflüge zu den gewaltigen Gletschern, von denen in regelmäßigen Abständen riesige Eisberge abbrechen. Dieses „Kalben“ kann einen ohrenbetäubenden Lärm machen – doch danach kehrt wieder die gewohnte Ruhe ein. In die Antarktis zu reisen bedeutet, sich wie ein Entdecker längst vergangener Jahrhunderte zu fühlen. Sie verzichten dabei aber nicht auf den Komfort und den Service des 21. Jahrhunderts.
Auch wenn die Pinguine elegant im Frack erscheinen, können Sie Ihre Abendgarderobe getrost zu Hause lassen: die Kleiderordnung ist lässig. Alles dreht sich um die Tierwelt und selbst beim Dinner können Sie jederzeit nach draußen stürzen, wenn „Walalarm“ ausgerufen wird!

Ihr Expeditionsschiff

Die USHUAIA wurde ursprünglich in den USA als Ozeanographisches Schiff gebaut. Die neuen Besitzer haben sie inzwischen zum Passagierschiff mit Kapazität für 84 Gäste ausgebaut, die in 41 komfortablen Kabinen und Suiten eine bequeme Unterkunft finden. Das eisverstärkte Polarschiff USHUAIA ist bestens für Expeditionskreuzfahrten gerüstet. Die weiten Decks erlauben Vogel- und Walbeobachtung auf verschiedenen Ebenen und auch die Kommandobrücke steht dem Besucher jederzeit offen. Eine Flotte von verstärkten Gummibooten erlaubt Landgänge auch an schwierigen, unwegsamen Küsten und steht zudem auch für Zodiacrundfahrten zur Verfügung.

 

Alle Kabinen verfügen über einen Tisch und genügend Stauraum. Das Restaurant ist groß genug, um allen Gästen gleichzeitig Platz zu bieten. Zudem verfügt die USHUAIA über eine große Panoramalounge, Bar und einen mit modernster Technik ausgestatteten Konferenzraum, eine gut bestückte Polarbibliothek, einen Umkleideraum und eine kleine Krankenstation. Unser Kapitän, seine Offiziere und Mannschaft können auf eine langjährige Erfahrung in den Meeren der Antarktis zurückblicken. Und genau wie unser internationales Expertenteam aus Lektoren und Guides lieben sie die Natur dieser extremen Gegenden. Es ist ihnen ein Anliegen, die Natur zu schützen und dazu beizutragen, dass die Antarktis auch weiterhin der letzte noch unverfälschte Kontinent bleibt. Unsere Köche tragen mit ihrem Können und vielen lokalen Spezialitäten dazu bei, dass sich unsere Gäste an Bord wohlfühlen. Zudem wird unsere Bar, bestückt mit sorgfältig ausgesuchten Weinen und erlesenen Spirituosen, zum beliebten Treffpunkt an Bord.
 


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