Antarktis und Arktis

Arktis Spitzbergen Reise


Spitzbergen

Der besondere Reiz an Spitzbergen ist sicherlich die Tatsache, dass dieses Land trotz seiner mit Irland vergleichbaren Größe eine nahezu unbesiedelte, urtümliche Wildnis geblieben ist. Die atemberaubende Landschaft wird nur von ca. 30.000 Touristen jährlich besucht. Im Sommer liegen die Temperaturen zwischen 3 und 9 ° C. – an manchen Tagen kann es bis zu 20 °C. warm werden! Genauso ist mit Kälteeinbrüchen bis zu – 5 ° C. zu rechnen. Durch die moderaten Temperaturen im Sommer sehen Sie an Land die Tundra blühen. Tausende von kleinen Blütenpflanzen verwandeln den Permafrostboden an sonnigen Stellen in einen bunten Blumenteppich. Um die nahezu unberührte Landschaft in Ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten gilt bei allen Landgängen der oberste Grundsatz: Hinterlasse nichts als Fußabdrücke und nehme nichts mit außer Erinnerungen und Fotos. Doch leider wird vom Golfstrom immer wieder massenweise Müll angeschwemmt. Um unseren Beitrag zum Naturschutz auf Spitzbergen zu leisten, wird jeder Teilnehmer am Ende der Tour gebeten, einen Strand von Unrat zu säubern.

Ihr Expeditionsschiff

Sie reisen mit der „M/V Prof. Multanovskiy“ (oder M/V Prof. Molchanov) – einem ehemaligen Forschungsschiff aus Murmansk. Sie wurde zu einem komfortablen Expeditionsschiff umgebaut und fasst bis zu 60 Passagiere. Das 71 m lange Schiff hat die unter konventionellen Schiffen höchste Eisklasse mit verstärktem Rumpf und kann bis zu 1 m dickes Eis brechen. Es verfügt über 2 Dieselmaschinen mit je 1.560 PS und erreicht eine max. Geschwindigkeit von 14 Knoten / h (ca. 25 km/h).

Die M/V Prof. Multanovskiy ist ausgestattet mit vier Zodiacs und zwei großen Rettungsbooten. An Bord befindet sich neben dem Restaurant und der Bar auch eine kleine Sauna sowie ein Mini-Hospital mit erfahrenem Arzt. Die Crew besteht aus einer russischen Mannschaft sowie einer internationalen Expeditionsleitung mit deutsch- und englischsprachigen Arktis erfahrenen Wissenschaftlern.

Bei den Kabinen haben Sie die Auswahl zwischen Standard-Class und Private-Class. Die Standard-Kabine hat 2-3 Betten mit Waschbecken. Toiletten und Duschen befinden sich auf dem Gang. Bei der Privat-Doppelkabine haben Sie ein eigenes Privatbad.

 

Eisbären

Der Bestand der Eisbären auf Spitzbergen wird auf ca. 3.500 Tiere geschätzt. Diese verteilen sich auf eine Fläche von 63.000 km² . Da Sie sich jedoch im Sommer vorwiegend an der Nordküste tummeln, um ihre Lieblingsbeute – die Ringelrobben – zu erbeuten, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß einen Eisbären zu Gesicht zu bekommen. Auf etwa 9 von 10 Expeditionen wurden bislang die weißen Riesen gesichtet. Eisbären sind die größten Landraubtiere unserer Erde. Das schwerste Männchen auf Spitzbergen wog 850 kg! Und obwohl sie behäbig wirken, können sie im Spurt eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h erreichen. Deswegen ist es verständlich, dass Sie bei sämtlichen Landgängen bewaffneten Geleitschutz erhalten. Den König der Arktis in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten, ist eines der bewegendsten Erlebnisse, die es auf unserer Erde gibt. Es gehört jedoch viel Geduld dazu, einen Eisbären inmitten des Packeises zu entdecken.

Tiere der Arktis

Weit weniger gefährlich sind die weiteren Säugetiere Spitzbergens. Der Polarfuchs ist überall dort anzutreffen wo Vögel brüten. In der Nähe einer Vogelkolonie lässt er sich manchmal bei der Jagd auf kleine Krabbentaucher oder andere Bodenbrüter beobachten.

Die bis zu 3,50 m großen massigen Walrosse sehen mit ihren Stoßzähnen zwar gefährlich aus. Wenn man sie aber auf einer Eisscholle ruhend entdeckt, kann man sich ihnen im Zodiac bis auf wenige Meter nähern. Noch häufiger im Meer anzutreffen sind Bart- und Ringelrobben. Dagegen sind die elf im Sommer vor Spitzbergen vorkommenden Walarten viel seltener. Am ehesten ist der Weißwal (Beluga) zu sehen, der meist in größeren Schulen auftritt. In den letzten Jahren gab es erfreulicherweise auch immer mehr Sichtungen von Grönland- und Zwergwalen.

Von besonderem Reiz für Ornithologen sind die z.T. gewaltigen Seevogelkolonien und seltene Arten, die kaum anderswo beobachtet werden können. Hierzu zählen die Krabbentaucher, die kleinste Alkenart, und die Elfenbeinmöwe. Rund 160 Vogelarten wurden bislang in Spitzbergen gesichtet. Zu den häufigsten Brutvogelarten zählen die Weißwangengans, die Eiderente und die Meeresstrandläufer.

 

 

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